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Wein Leidenschaft in Puerto de La Cruz

English version below
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s ist viele Jahre her, dass ich das letzte Mal auf Teneriffa war. Es zog mich zurück auf diese Insel mit ihrer besonderen Energie welche von dem sanften vulkanischen Riesen, dem Teide, ausgeht.

Also wählte ich Teneriffa für meinen “dolce-far-niente-Urlaub” im November. Nach meinem super busy Sommerurlaub in meiner alten Heimat Montalcino, wollte ich einfach mal irgendwo hin transportiert werden ohne selber aberhunderte Kilometer fahren zu müssen. Auch wollte ich mich einfach mal an den gedeckten Tisch setzen können, nicht immer selber einkaufen und kochen.

Auf die neuen Ferienorte und Strände im Süden der Insel hatte ich keine Lust und entschied mich daher für das vielleicht etwas altmodische Puerto de la Cruz im Norden. Als Kleinkind von 2 oder 3 Jahren war ich zum ersten Mal in Puerto, danach noch einige Male als Teenager und als Erwachsene. Ich finde es unglaublich spannend, zu sehen wie sich Orte über Jahrzehnte verändern. Und doch, das Orotava Tal, der Ozean, dessen Wellen auf die schwarzen Strände schlagen, der über alles thronende Berg, sie bleiben vollkommen ungerührt von alledem.

Selbstverständlich hatte ich die Weine, Weinbars und Weingüter recherchiert vor meiner Reise, ich wollte ein Auto mieten und die Gegend erkunden. Und dann hatte ich einfach nur Lust auf gar nichts außer langen Spaziergängen, schwimmen und auf die Wellen schauen. Ich habe mich kaum satt sehen können an dem azurblauen Himmel der in so schönem Kontrast stand zum Grün der Palmen und Kakteen.

OK, es gab da noch die eine Weinbar, man kann einen “Weinmenschen” einfach nicht davon abhalten, wenigstens ein bisschen verkosten zu wollen. Und ich hatte Glück. In der Weinbar/Café/Gastropub Con Pasion übersetzt “Mit Leidenschaft” ist der Name definitiv Programm.

Es liegt im älteren Teil von des Städtchens. Der Besitzer ist ein Tinerfeño (Einwohner von Teneriffa), der die meiste Zeit in den Niederlanden gelebt hat, seine Eltern wanderten in den 70ern dahin aus. Das Team ist mehrsprachig, international und sehr versiert.

Jordi, der ebenso weinbegeistert ist wie ich selbst, gab mir eine wunderbare Einführung in die Weinwelt Teneriffas. Während meines ersten Besuchs habe ich einen Schaumwein und drei Stillweine verkostet. Das nächste Mal habe ich dort ein Mittagessen ausgesucht guter Tapas genossen und weitere Weine.

In Gedanken plane ich bereits die nächste Reise. Die Weine der Kanaren beginnen, mich zu interessieren. Es gibt eine Vielfalt alter, teilweise autochthoner Rebsorten. Und das Schöne daran, manche dieser Reben sind noch wurzelecht. Die Reblausplage erreichte die Kanaren nicht, liegen sie doch ca. 250 km westlich der Küste des südlichsten Zipfel Marokkos.

Und dann gibt es da noch die sogenannten “geflochtenen Rebstöcke” des Weinguts Suertes del Marques im Orotava Tal. Ich grüble nach über den Grund dieser Reberziehung, aber mir will keine Begründung einfallen. Sollten sie so näher am Boden, aber nicht direkt auf dem Boden wachsen? Soll es die Fruchtruten stärken? Den Wuchs?

Ich weiß, dass vor sehr langer Zeit Bäume als Wuchshilfen dienten, oder man kultivierte in Buschform. Auf den vulkanischen Inseln Santorin und Lanzarote werden die Reben ringförmig, wie Nester angeordnet, um die Trauben vor den austrocknenden Winden zu schützen. Sie aber zu flechten ….

Wine Passion in Puerto de La Cruz, Tenerife

For many years I had not been back to Tenerife and had longed to go back to that island with its special energy emanating from the gentle volcanic giant Teide.

So I chose Tenerife for my one week of „dolce-far-niente-holidays“ in November. After my busy summer holidays which had taken me back to my old home Montalcino, I felt the need to be transported somewhere rather than driving myself for hours on end. Also, I wanted to sit down to meals somebody else had cooked.

Avoiding the newly developed beaches and tourist places on the south coast I chose to stay in perhaps a little old fashioned Puerto de la Cruz on the north coast. The first time I had been to Puerto was as a toddler of 2 or 3 years of age, then several times later as a teenager and an adult. I find it amazing to see how places change over the decades. And yet, the Orotava Valley, the ocean pounding the black beaches, the mountain presiding over all that, stay unperturbed by it all.

Naturally I had researched the wine, wine bar and winery options, was planning to rent a car and explore the area. Alas, in the end not doing anything but taking walks, swimming and looking out over the ocean and marvelling at palm trees and cacti contrasted by an impossibly blue sky was all I wanted to do.

Well, not really. You cannot keep a “wine person” from at least checking out some local wines at a wine bar. And I got so lucky with Con Pasion as the name suggest it really is done “with passion”. Set in the older part of town, it is run by a friendly tinerfeño (person from Tenerife) who spent most of his life in the Netherlands where his parents emigrated to in the 70ies. The team is multilingual, international and very capable. Jordi, who seems to be as passionate about wine as me gave me a wonderful introduction into the wines and grapes of Tenerife. On my first visit I sampled one sparkling wine and a flight of 3 wines. On my second visit I went for a lunch of exquisite tapas and some more wines.

In my head I am planning my next visit. Canary Island wines are starting to intrigue me. There is an abundance of ancient grape varietals and above all some very old, still ungrafted vines. The pest phylloxera did not reach the far away islands, they are situated about 160 miles west off the coast of Morocco’s most southern parts. Also I am very curious to get a look at the so called “braided” vines of the winery Suertes del Marques of the Orotava Valley. I wonder about the reason for that unique method of braiding the vines. To keep them closer to the ground? To make them stronger? I know that in the old days vines were trellised on trees or not at all. They were laid in circles on the volcanic soils of Santorini or Lanzarote to protect the grapes from winds. But braiding them, I wonder …

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